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Die Sinfonie Berlins in den wilden 20ger Jahren

Posted: Dezember 10th, 2017 | Author: | Filed under: Allgemein, Lifestyle | Tags: , , , , | Kommentare deaktiviert für Die Sinfonie Berlins in den wilden 20ger Jahren

Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, dann würde ich mich am liebsten in die wilden 20ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beamen und bitte unbedingt nach Berlin. Erst kürzlich habe ich das Buch 1913 von Florian Illies gelesen, dass mich sehr amüsierte, insbesondere aufgrund der amours fous, die damals die großen Künstler wie Picasso, Rainer Maria Rielke und Franz Marc erlebt haben. Kurze Zeit später begannnen dann die wilden 20ger Jahre, die ich nicht nur wegen der damaligen Mode so beeindruckend finde. Das Buch „Es wird Nacht im Berlin – der wilden zwanziger Jahre“, das kürzlich im TASCHEN Verlag erschienen ist, ermöglicht es ganz wunderbar, in diese Zeit mit ihrer exzessiven Lebenslust einzutauchen.

Der Illustrator Robert Nippoldt hat sich für diesen 224-Seiten prall gefüllten Bildband mit dem Schriftsteller Boris Pofalla zusammen getan, um den Geist dieses atmeberaubenden Jahrzehnts einzufangen. Darunter sind beeindruckenden Illustrationen von den Künstlern jener Zeit, den Straßen Berlins und auch die politischen Ereignisse wurden nicht ausgespart. Der Bildband bietet seinen Lesern einen umfassenden Einblick in die damalige Lebensart und auch ich weiß nun mehr über die Erfolgsstory, an der viele mitgewirkt haben, darunter Kunstschaffende, City Girls, Gigolos, Bohemiens, Intellektuelle, Koksbarone, Ringvereine und Politgangster, Wissenschaftler, Sportskanonen und Spekulanten, Dr. Mabuse, Marlene Dietrich, Mackie Messer, Maria, der schöne Maschinenmensch und eine endlose Parade von tanzwütigen Nachtschwärmern.

Erschienen ist dieses atmosphärische dichte Album, das obendrein eine CD beinhaltet, bei TASCHEN und kostet ca. 50€. Allen Berlinern kann ich die dazugehörige Ausstellungseröffnung, die am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 ab 19h im TASCHEN Store Berlin, in der Schlüterstraße 39 stattfinden wird, sehr ans Herz legen!

 

 

 

 


Noch mehr SOULPOWER: ATMAN von Bernd Kolb!

Posted: Juni 23rd, 2016 | Author: | Filed under: Allgemein, Lifestyle | Tags: , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Noch mehr SOULPOWER: ATMAN von Bernd Kolb!

 

ATMAN_Buch_Cover_Bernd Kolb

 

Nächste Woche beginnt wieder die Mercedes Benz Fashion Week in Berlin und auf meinem Schreibtisch stapeln sich Labels, die dort debütieren und über die ich gerne berichten wollen würde. Aber gerade fasziniert mich ein ganz anderes, beständigeres und viel spannenderes Thema: die Seele. Meine 8-jährige Tochter hat sich die letzten Wochen intensiv mit dem Sein, mit Tod und Wiedergeburt, dem Sinn des Lebens und mit ihrer eigenen Individualität beschäftigt. Ich spüre, dass sie sich immer mehr bewusst wird, wer sie ist. Und jetzt interessiert sie sich natürlich dafür, woher sie kommt, warum sie hier ist und wohin sie nach ihrem Leben hier auf der Erde gehen wird.

 

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Ganz passend gibt es dazu das Buch ATMAN von Bernd Kolb. ATMAN ist ein Begriff aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet »Seele« im Sinne des wahren, individuellen Selbst des Menschen, das bei allen Wahrnehmungen, allem Denken und jedem Gefühl unvergänglich bleibt.

 

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Bernd Kolb reiste 2012 durch Asien und traf auf seiner Wisdom Journey auf Menschen, die ihre Seele noch besitzen. Dabei entstanden berührende und sehr bewegende Aufnahmen. Beim Blättern des Fotobandes spürt man die tiefe Seelenverbindung zwischen dem Fotograf und seinem Gegenüber, die dem Fotografen ihre Seele, ihren Atman offenbarten. Somit ist das Buch eine wunderschöne Selbsterfahrung. Es eröffnet weitere Wege zur eigenen Seele, die so viele Menschen im hektischen, von Leistungs- und Konsumdenken dominierten Alltag oft kaum mehr spüren. Das Buch Atman von Bernd Kolb ist eine Bilderreise in unser tiefstes Inneres, eine Begegnung mit unserem wahren Selbst. Atman eben. Spannend finde ich auch seine Motivation dazu! Kolb stellte sich die Frage, warum es uns in den westlichen Konsumgesellschaften so schwer fällt, Nachhaltigkeit in unser Denken und Handeln zu integrieren, obwohl die wissenschaftliche Notwendigkeit belegt ist. Ich bin völlig seiner Meinung, dass unser leider immer noch sehr weit verbreitetes und christlich geprägtes Verständnis von der Endlichkeit unseres Lebens viele Menschen davon abhält, sich als Teil des großen Ganzen zu verstehen. Womit wir beim Thema Reinkarnation wären und die Reisen unserer Seele. 

 

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Mehr zum Buch und zur Ausstellung ATMAN, die noch bis zum 30. September 2016 in der Berliner Malzfabrik zu bewundern ist, findet ihr hier: www.atman.de. Bernd Kolb selbst kann ich euch auch sehr ans Herz legen. Er hat auch zu vielen anderen Themen visionäre Ansichten und ist einer der bewundernswerten Menschen, die durch ihr Handeln das GUTE in dieser Welt fördern: Chapeau!!!

 

Bernd Kolb

 


Interview mit meiner „alten“ Schulfreundin Alexandra Ott

Posted: Juni 1st, 2015 | Author: | Filed under: Interview | Tags: , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Interview mit meiner „alten“ Schulfreundin Alexandra Ott

Ali Ott Porträt

Unglaublich, aber kürzlich hatte ich Klassentreffen zum 20. Abi-Jubiläum. Dort habe ich meine Schulfreundin Ali, die mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in Seeshaupt, am südlichen Zipfel des Starnberger Sees lebt, dazu überredet mir ein Interview für Stylepuppe.com zu geben. Sie ist freiberufliche Grafikdesignerin und hat eben ihre Website gelaunched. Was ich ganz besonders an ihr schätze ist, dass sie absolut menschlich ist, und dabei auch mal über den Tellerrand schaut, wie sie in Frage 8 beweist und unser aller Leistungs- und Konkurrenzdenken sehr in Frage stellt. Ich bin ganz ihrer Meinung, wir sollten uns alle mehr auf unserer Instinkte verlassen!

 

1) Wie bist Du damals auf die Idee gekommen, Dich als Grafik-Designerin selbständig zu machen? Gestaltung und Kunst im weiteren Sinne haben mich schon immer fasziniert. Gerne hätte ich schon mein Abitur in Kunst gemacht, nur leider gab es diesen Kurs auf dem Gymnasium Penzberg nicht und auch die Erstellung der Mappen für die Aufnahme an den Unis und FH´s hab ich während der Kollegstufe zeitlich nicht geschafft. Also habe ich das Thema Grafik zunächst abgehackt. Über andere Design Studien wie Produkt- und Modedesign oder Innenarchitektur kam ich auf den Gedanken eine Schreinerlehre als Basis zu nehmen und anschließend in die Richtung Interior Design zu gehen. Doch schon im ersten Jahr an der Berufsschule war mir klar, das technische Zeichnen ist nicht meins, immer diese exakt geraden Linien und Schnitte erfüllten mich nicht wirklich. Also bin ich doch zurück zur Grafik. Ich legte ein Jahr an einer privaten Zeichenschule in München ein, machte viele Mappen und landete nach Vorauswahl und Aufnahmeprüfungen an einer Grafikschule in München (Berufsfachschule für Grafik & Werbung). Die Idee, mich selbständig zu machen, kam mir durch meine Anstellung in München. Nach dem Studium nahm ich einen Job in einer kleinen Eventagentur (4 Mitarbeiter samt Chef) an, arbeitete dort für Kunden wie GORE, Bayern 3 oder auch Messe München/Ispo. Mein damaliger Chef, Markus Othmer, wollte sich verkleinern und sich auf seine Moderationskarriere im TV konzentrieren und da war ich dann als Grafikerin vor die Frage gestellt worden, freiberuflich für ihn weiter zu arbeiten oder mir einen neuen Job in Festanstellung zu suchen. Ich entschied mich für die freiberufliche Arbeit.

2) Worin siehst Du die Vorteile selbständig zu arbeiten? Ich sehe darin viele Vorteile und Nachteile zugleich. Mit Kindern –  ich habe zwei – lässt sich die Freiberuflichkeit optimal verbinden. Ich kann arbeiten, wann immer es mir zeitlich möglich ist, gern und oftmals auch Nachts. Vor allem von zu Hause aus, das ist ein großer Vorteil, vor allem wenn eines meiner Kinder krank ist. Ich kann mir auch mal Freiräume nehmen ohne jemanden um Erlaubnis oder gar um Urlaub fragen zu müssen. Andererseits kostet es auch oft Überwindung abends nochmals ins Büro zu gehen oder auch mal in weniger guten Zeiten Aquise zu machen. Das ist leider nicht so meine Stärke.

 3) Hast Du Deinen Kindern manchmal ein schlechtes Gewissen gegenüber, gerade wenn`s stressig im Büro ist? Sicher, das hat ja jede Mutter mal. Wenn man dann die Kids von einem zum andern schubst oder aber dem Papa gleich beim Aufsprerren der Haustüre gleich die Kinder in die Hand drückt und hinter sich die Bürotüre zu macht. Noch kurz hinterherruft „Das Essen ist im Kühlschrank. Bis morgen früh.“ Das ist manchmal weniger schön bzw. entspannt.

4) Woher holst Du Dir Deine Inspirationen für die Designs für Deine Kunden? Tja, manchmal weiß ich das selbst nicht so genau. Ich blättere viel in Zeitschriften, gerade wenn ich mal wieder an Broschüren arbeite. Manchmal muss ich aber auch raus hier aus dem Dorf und rein in die Stadt. Das quirlige Leben und die verschiedensten Design an allen Ecken, ob Museum, Ausstellung, oder aber auch Architektur inspirieren mich dann wieder.

5) Hast Du einen Lieblingsdesigner? Falls ja, wer ist es? Grafisch oder modisch gesehen? Modisch betrachtet bin ich mein eigener Designer, ich entwerfe gerne selbst, wenn die Zeit es zulässt und kombiniere Gekauftes mit Selbstgenähmtem. Auch meine Tochter liebt meine selbstgenähten Kleider und Röcke.

6) Hast Du ein Lieblingskleidungsstück? Und falls ja, was ist es? Eigentlich nicht, ich kombiniere aber gerne Strickjacken und -mäntel in sämtlichen Varianten und Farben. Hier hab ich sicher an die 10 bis 15 Stück im Schrank.

7) Online versus Offline: shoppst Du lieber in einer Boutique oder online im Internet? Beides, manchmal muss es schnell gehen und von zu Hause aus, manchmal brauche ich die Läden in der Stadt.

8) Wenn Du eine Sache in der Welt verändern könntest, was würdest Du ändern? Dass man sich manchmal mehr auf seine Instinkte, sein Innerstes verlässt, nicht immer versucht nur irgendwie mitzuhalten, „dem aktuellen Trend, mal wieder auf der Spur.“ Vor allem merkt man das mit den Kindern. Ständig der Vergleich, die Diskussion in Schule und im Alltag. Was sie alles können müssen, was man als Eltern versuchen muss ihnen zu bieten, ein Termin jagt den nächsten nur um allen Standards gerecht zu werden. Manchmal ein Irrwitz!

9) Wie entspannst Du Dich am besten? Meistens wenn ich einen Tag nur für mich hab, die Seele baumeln lassen kann und dem Treiben anderer Menschen zusehen kann. Gerne gehe ich raus in die Natur, im Winter fahre ich gerne zum Skifahren. Manchmal entspannt mich auch so ein Tag mit meiner Familie.

10) Welches Buch liest Du gerade? „Willst du normal sein oder glücklich?“ von Robert Betz. Das lese ich schon etwas länger, weil ich mir die Zeit für ein gutes Buch viel zu selten nehme. Aber das Buch fasziniert in der Tat …

Vielen lieben Dank Ali für das ehrliche und interessante Interview!

Ali Ott mit Samara und Samuel in Berlin 2015


Interview mit Andreea Tavitian aus Berlin

Posted: Oktober 31st, 2014 | Author: | Filed under: Interview | Tags: , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Interview mit Andreea Tavitian aus Berlin

Andreea Tavitian Porträt Designerin Juli2014Werbung da Markennennung!

Andreea Tavitian hat zu Beginn diesen Jahres ihr gleichnamiges Accessoires-Label Andreea Tavitian gelaunched und mich via Linkedin kontaktiert. Und als ich später am Abend desselben Tages auf ihrer Website vorbei gesurft bin, war ich total begeistert von den knallbunten Taschen. Als ich Andreea dann im Juli 2014 auf der Modefachmesse Capsule in Berlin persönlich kennen gelernt habe, war`s als würde ich die Mama einer dreijährigen Tochter schon ewig kennen. Im Interview mit Stylepuppe spricht sie über ihren Alltag als Designerin, erzählt was sie motiviert und begeistert und was sie persönlich an Berlin so fasziniert.

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Kollektion Playtime 1 von Andreea TavitianXXX

1) Wie sieht denn so ein gewöhnlicher Tag von Dir aus? Es gibt Gott sei Dank keine Routine, jeder Tag ist anders in einem Start-up. Ich arbeite sowohl an den Kollektionen als auch an der Kommunikation und kümmere mich auch um den Vertrieb. Ein klassischer Tag bei mir würde in etwa so aussehen: morgens arbeite ich meist am Computer von zuhause aus und arbeite an der Kommunikation und am Vertrieb, den Nachmittag verbringe ich dann im Atelier mit dem zuschneiden von Taschen.

 2) Du hast im letzten Jahr Dein eigenes Accessoires-Label Andreea Tavitian gegründet. Was war für Dich der schönste Moment seitdem? Es gab viele schöne Momente, aber am meisten freue ich mich über so eine Email, wie ich sie gestern von Alina, der Inhaberin eines neues Concept Stores in Bukarest (Ro Land im Marriott Bucharest), bekommen habe: „Die Taschen sind angekommen, Gott sind die schön, ich hatte Schwierigkeiten die Verpackung aufzumachen (kein Cutter), aber als ich den Inhalt entdeckt habe, war ich so glücklich dass ich jederzeit weitere 20 Minuten in Kauf genommen hätte um ein weiteres derartiges Paket aufzumachen. Die Taschen sind so bunt wie Bonbons, da musste ich sofort einige Bilder auf Facebook posten!“

3) Und welches war der schwierigste Moment? Ich musste neulich den Namen, den ich erst für meine Marke vorgesehen habe, ändern, von Lilou in Berlin zu Andreea Tavitian. Die Situation würde ich nicht als schwierig bezeichnen, eher als etwas anstrengend, da so eine Änderung mit viel Arbeit verbunden ist.

4) Was macht Dir besonders großen Spaß bei Deiner Arbeit? Dass ich die vollkommene Freiheit in Bezug auf die Gestaltung habe, das habe ich seit meiner Studienzeit vermisst. Der kreative Prozess, mich ausdrücken zu können, das ist mein Motor, und das wird auch in Zukunft so bleiben.

 5) Hast Du einen Lieblingsdesigner? Und falls ja, welchen? Nein, ich habe keinen Lieblingsdesigner, ich habe Vorbilder, die mich inspirieren. Ich mag innovative Designer, wie Rei Kawakubo, Hussein Chalayan oder Martin Margiela. Sie sind sehr unterschiedlich, aber was sie verbindet ist dass jeder eine sehr eigene Vision hat und sie mit viel Liebe und Feingefühl zum Ausdruck bringt. Das ist auch mein Ziel.

 6) Wie wichtig sind für Dich die Aspekte Nachhaltigkeit und Fair Trade für Deine Produkte? Ich lege viel Wert auf der Herkunft meiner Materialien: das Leder das ich bei einer Firma in Berlin kaufe wird nicht mit Chrom verarbeitet und ist also sehr Umweltfreundlich. Ich habe schon am Anfang meines Studiums das Buch No Logo von Naomi Klein gelesen. Nach dieser Lektüre war mir klar, wie es in dieser Industrie vorgeht und wie Menschen in der Dritten Welt behandelt werden damit wir hier für 7 Euro ein T-Shirt kaufen können. Ich denke das muss auch anders möglich sein. Für meine Taschen, die Unikate sind, arbeite ich mit einer sehr talentierten Näherin in Berlin zusammen. Das hat seinen Preis, ich bin mir aber über die Qualität der Produkte sowie über die Arbeitsverhältnisse zu 100% sicher.

Andreea Tavitian, kreative Arbeit für die Taschen

7) Du hast Berlin als Deine kreative Heimat gewählt. Wohin glaubst Du wird sich Berlin in Sachen Mode in den nächsten Jahren entwickeln? Berlin ist eine interessante Stadt, für all diejenigen die kreativ und unabhängig sein wollen. Die Modezsene in Berlin ist recht unterschiedlich, es gibt auf der einen Seite das sportliche lässige Image, verbunden mit der Modemesse Bread & Butter, anderseits gibt es einige sehr interessante und innovative Marken (z. B. C Neon, Alphacruxis). Der kommerzielle und der kreative Aspekt ergeben eine interessante Mischung, die weiterhin attraktiv für Einkäufer, Touristen oder sogar Einheimische ist. Berlin hat ein starkes Entwicklungspotenzial, langsam aber sicher, manchmal macht es zwei Schritte nach Vorne, und dann wieder einen nach Hinten.

8) Was ist für Dich persönlich das Besondere an Berlin?  Berlin verbindet zu diesem Zeitpunkt die Ansprüche die ich an eine Stadt habe: Kinderfreundlichkeit, viel Kultur- besonders eine ansprechende Kunstszene, Berlin ist Kosmopolit, hat schöne Stadteile und viel Grünfläche, und last but not least: Berlin ist sehr erschwinglich –  noch!

 9) Hast Du einen kleinen Shopping-Tip, vielleicht sogar in Deinem Viertel? In letzter Zeit gehe ich selten shoppen, und wenn, dann bin ich stark von Modulor angezogen, da ich da alles finde was ich brauche, aber ich weiss Deine Frage bezieht sich auf Mode: Ich mag den Voo Store in Kreuzberg und Happy Shop (dort gibt es übrigens auch meine Taschen zu kaufen) im Prenzlauer Berg, das liegt nur 5 Minuten von meinem Atelier entfernt. Das neue Einkaufszentrum Bikini Berlin am Tiergarten finde ich auch sehr interessant, sowohl von der Shop-Auswahl als auch architektonisch gesehen.

 10) Ganz anderes Thema: stell Dir vor, Du wärest einen Tag lang Angela Merkel: was würdest Du tun? Das ist eine tolle Frage! Als erstes, etwas richtig schickes anziehen 🙂 Alles andere was ich ändern würde, kann man nicht an einem Tag schaffen. Ich würd’s aber trotzdem hier aufzählen: Fracking in Deutschland absolut verbieten, Snowden eine Bleibe geben, dem Obama die Meinung sagen (siehe Udo Ulfkotte und seine Meinung über Deutschland als amerikanische Kolonie), das schmutzige Geschäft mit Waffen verbieten, Mindestlohn einführen, mittlere und kleine Unternehmen wirklich unterstützen, usw. Und wenn ich mir eine Meinung über Deutschland und Politik an dieser Stelle erlauben darf: am allerliebsten hätt‘ ich es wenn es die Deutschen wie die Isländer schaffen, korrupte Politiker die nur auf Großkonzerne, Industrie und Banken hören mit normalen Bürgern die wirklich die Interesse der Bürger vertreten, zu ersetzen.

 11) Und wie entspannst Du Dich am besten? Meine liebste Entspannungsmusik zur Zeit sind Klavierstücke von Scharlatti gespielt von Alexandre Tharaud. Ich lese, meditire oder bin gerne in der Natur. Aktzeichnen gehört auch zu einer meinen liebsten Aktivitäten, auch wenn es höchste Konzentration verlangt, empfinde ich es als sehr entspannend (kommt leider zu kurz zur Zeit). Von Entspannung pur, am Strand liegen und faulenzen kann ich zur Zeit nur träumen 🙂

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Ganz lieben Dank liebe Andreea für das tolle Interview!!! Übrigens, ihre Taschen könnt ihr auch in ihrem Onlineshop auf AndreeaTavitian.com shoppen. Und auf facebook erfahrt ihr immer Aktuelles rund um die Designerin und ihre Kreationen.

Nächsten Frühling kommt diese tolle Laptoptasche von Andrea Tavitian in die Läden!!!


Interview mit der Designerin Leyla Piedayesh von Lala Berlin

Posted: November 23rd, 2012 | Author: | Filed under: Interview | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

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Letzte Woche gab mir in Hallein bei Salzburg im namhaften Modehaus von Sport und Mode Reyer die Designerin und Inhaberin des Labels Lala Berlin Leyla Piedayesh die Ehre. Sie wurde 1970 in Teheran geboren und lebt zusammen mit ihrer knapp fünfjährigen Tochter Lou in Berlin. Leyla Piedayesh ist die Tochter eines Ölingenieurs, der den Iran 1979 aus politischen Gründen verließ, und so kam sie mit neun Jahren nach Deutschland. Sie studierte in Bad Homburg an der International Business School BWL und schlug sich zunächst als Redakteurin bei Fernsehsendern wie RTL und Pro 7 und bei Musikproduzenten wie BMG und Ariola durch. Danach war sie von 2000 bis 2002 Redakteurin bei MTV, erst in München und später in Berlin. Dort war sie auch an der Entwicklung der Modesendung Designerama beteiligt. Nachdem sie ihren Job bei MTV an den Nagel gehängt hat begann sie eher aus Langeweile heraus Pulswärmer zu stricken. Schnell war die Idee zur ersten Strickkollektion und Lala Berlin geboren. Mit Kaschmir-Schals im Palästinenser-Look schaffte sie 2004 den Durchbruch nachdem sie ihre Kollektion auf der Modemesse Premium erstmals präsentierte. Seit 2006 hat sie eine eigene Boutique in Berlin-Mitte. 2007 feierte sie Premiere auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin. Ihre Produkte werden in über 250 Boutiquen weltweit vertrieben. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete sie mit 30 Mitarbeitern drei Millionen Euro Umsatz und hat einen Platz unter den führenden Berliner Modemachern eingenommen.

1) Wie schaffst Du es, neben Deinem Beruf genügend Zeit für Deine Tochter zu haben? Ich bin alleinerziehend und ohne Oma und unsere persische Nanny würde ich das alles nicht schaffen. Die Zeit mit Lou ist so wertvoll für mich. Deshalb blende ich alles berufliche aus und konzentriere mich voll und ganz auf sie.

2) Was sind die Inspirationsquellen für Deine Kollektionen? Das alltägliche Leben und meine Tochter. Ich selbst würde mich als Hosen-Blazer-Pulli-Typ bezeichnen und das sieht man auch in meinen Kollektionen. Lou hat mich auf die Idee gebracht, Pferde als Printmotive einzusetzen.

3) Hast Du ein Lieblingslabel? Meine Lieblingsschuhe sind von Rupert Sanderson und ich schwärme für Balenciaga. Wenn ich ein schönes Teil entdecke, wäge ich aber immer ab, ob ich es mir gönne, oder ob ich das Geld nicht besser in mein Unternehmen stecke.

4) Welches ist Dein Lieblingsmagazin? Ich lese gerne Klatschzeitungen auf Flügen.

5) Wird es bald eine Lala Berlin Kinderkollketion geben? Erst mal ist weder eine Herren- noch eine Kinderkollektion geplant.

6) Hat Deine Tochter auch einen Farb-Tick? Meine Töchter lieben beide Pink, Lila und Rosa. Oh jah, Lou mag besonders gerne Gold und Silber.

7) Wie entspannst Du Dich? Ich versuche regelmäßig ins Yoga zu gehen.

8) Und was ist Dein großes Ziel? Die Fashion Week in Paris, einmal dort meine Kollektion zu präsentieren wäre toll.

Sehr sympathisch wie ich finde und deshalb muss ich unbedingt ein Teil von Lala Berlin besitzen. Eine schöne Auswahl findet ihr bei www.REYERlooks.com. Dort könnt ihr auch schon die ersten Highlights für kommenden Sommer 2013 vorbestellen. Mein persönlicher Favorit ist die schlichte Jeans LUKE mit adaptiertem Palästinenser-Muster. Für alle Lala Berlin-Fans unter euch verlose ich ein handsigniertes Lookbook Sommer 2013. Dafür müsst ihr einfach bis zum 31. November 2012, 24h eine Email an mail@stylepuppe.com schicken. Viel Glück!

 

 

 

 

 

 


Buchtipp: Lassen Sie mich durch ich bin Mutter

Posted: Mai 27th, 2012 | Author: | Filed under: Lifestyle | Tags: , , , , , | No Comments »

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Die Pfingstferien haben endlich begonnen und da gibt es heute einen Buchtipp von mir. Anja Maier`s Bestseller – Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter: Von Edeleltern und ihren Bestimmerkindern, das übrigens Felix für mich gekauft hat. Gleich am ersten Tag hat er weit mehr als die ersten 30 Seiten daraus gelesen. Das hat mich neben dem provokanten Buchtitel recht neugierig gemacht. Die einzelnen Kapitel des Buches lesen sich tatsächlich wie Butter und da ich nicht im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg wohne, habe ich mich erstmal nicht persönlich angegriffen gefühlt. Die meisten Kapitel sind für selbstkritische und interessierte Eltern durchaus relevant: da geht es um kindliche Frühförderung, Sinn- und Unsinn von Pekip-Gruppen, Raucher auf öffentlichen Plätzen, Heiraten, Geburtshäuser, Land- oder Stadtleben sowie Konsumgeile Mütter und Schwangere. Roter Faden ist in allen Kapiteln der respektvolle Umgang von Eltern mit Nicht-Eltern. Und ich glaube die Autorin, die selbst Mutter von zwei Kindern ist und lange im Kiez gelebt hat, sieht das Thema nicht so Bier-Ernst. Toll finde ich die Interviews im Buch, die Anja Maier beispielsweise mit einer Kneipenbesitzerin, einer Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom, einer Kinerärztin oder mit einer Standesbeamtin vom Prenzlauer Berg führt. Tränen gelacht habe ich über die Aussagen der Kneipenwirtin über die Rinder, die in ihrem Cafè die Euter auspacken und so die restliche Kundschaft vergrätzen. Das Buch ist durchaus unterhaltsam und erlaubt es sich mit den ein oder anderen Mutti-Themen selbstkritisch auseinander zu setzen ohne zu verkrampfen. Ich würde es allen „lockeren“ Muttis empfehlen, die Humor haben, die mehr als ein Kind haben, keine Schwäbinnen sind und nicht im Prenzlauer Berg wohnen.

Übrigens, die Autorin, Anja Maier, wurde 1965 in Ostberlin geboren und arbeitet derzeit als taz-Journalistin. Bevor sie das wurde, war sie Schriftsetzerin, Studentin, Redaktionsassistentin und Korrektorin. Mit ihrem Mann und den beiden Töchtern lebt sie in Brandenburg am Ende einer verkehrsberuhigten Sackgasse.

Für alle Mamas, die ich jetzt nicht abgeschreckt habe gibt es das Buch für 9 Euro. Online habe ich es beispielsweise bei amazon.de gefunden.