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Retten statt Reden: die Sea-Watch 3 ist heute in See gestochen!

Posted: November 2nd, 2017 | Author: | Filed under: Allgemein | Tags: , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Retten statt Reden: die Sea-Watch 3 ist heute in See gestochen!

Das neue Rettungsschiff, die Sea-Watch 3 ist heute mit der Kapitänin Pia Klemp im Hafen von Malta ausgelaufen und steuert die lybische Küste an. Mir imponiert diese NGO, vor allem weil in diesem Sommer die selbstlosen Helfer ordentlich Druck von den europäischen Behörden bekommen haben. Ein Armutszeugnis, insbesondere, weil die Finanzierung des neuen Schiffes über eine Crowdfunding-Kampagne ermöglicht wurde und nicht von EU-Geldern. Alle haben Mitleid mit den Flüchtlingen, wollen den organisierten Schlepperbanden das Handwerk legen und dennoch ist die Hilfe für die Menschen in Not von den Mitgliedsstaaten der EU bescheiden. Dabei hat es sich die Europäische Union auf die Fahne geschrieben, sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen. Gleichzeitig schotten sich die Mitgliedsstaaten jedoch immer weiter gegen Menschen auf der Flucht ab, sei es durch milliardenschwere Grenzsicherungsanlagen oder völkerrechtlich bedenkliche und umstrittene Rückübernahmeabkommen mit Drittstaaten wie der Türkei. Aufgrund dieser Abschottung ertrinken jährlich Tausende Menschen bei dem Versuch einen sicheren Hafen der EU zu erreichen, viele von ihnen in Sichtweite der Ufer und Strände von Italien, Frankreich, Griechenland und der Türkei.

Das menschliche Leid wollte Sea-Watch e.V. nicht tatenlos mitansehen und aktiv helfen. Die junge NGO wurde am 19. Mai 2015 gegründet und engagiert sich seitdem für die zivile Rettung von geflüchteten Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer. Finanziert wird der Verein und seine Aktionen ausschließlich durch Spendengelder. In diesem Sommer 2017 hat sich die Lage weiter zugespitzt, denn den Helfer*innen vor Ort wurde die Arbeit erschwert, durch europäische Behörden genauso wie durch die Libysche Küstenwache. Gleichzeitig sterben an Europas Grenzen jede Woche Menschen – das können wollen die Macher, Helfer und Unterstützer von Sea-Watch nicht tolerieren. Deshalb fordert Sea-Watch neben einer staatlichen Seenotrettung auch sichere und legale Einreisewege in die EU. Die Stärke von Sea-Watch liegt eindeutig in innovativen Projektideen und ihrer effektiven sowie schnellen Umsetzung. Weitere Informationen und die Möglichkeit zu Spenden findet ihr unter sea-watch.org/.


Beeindruckend: die Ausstellung zu #refugeeCameras in Berlin!

Posted: Juni 11th, 2016 | Author: | Filed under: Allgemein, Lifestyle | Tags: , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Beeindruckend: die Ausstellung zu #refugeeCameras in Berlin!

Ausstellung #refugeecameras in Berlin

Heute war ich im Münchner Kinderkunsthaus anlässlich des 5-jährigen Jubiläums und leider nicht in Berlin. Liebend gerne hätte ich mir die Ausstellung #refugeeCameras angesehen. Vor sieben Jahren habe ich das Buch „Der Traum vom Leben“ gelesen und mich erstmals mit dem Thema Flucht auseinander gesetzt. Ich habe mitgelitten, als der Protagonist seine Familie verließ, in der Hoffnung zu Überleben und sich auf den gefährlichen Weg von Afrika nach Europa machte. Der Hamburger Fotograf Kevin McElvaney verteilte im Dezember 2015 fünfzehn Einwegkameras an Flüchtlinge in Izmir, Lesbos, Athen und Idomeni.

Einwegkameras #refugeecameras

Die Hälfte der Kameras sind voller persönlicher Aufnahmen zurückgekommen und liefern ein einzigartiges Dokument der Flucht im Winter 2015/16. Die Bilder zeigen eine große emotionale Bandbreite, wie Geschichten von Entbehrung und Gefahr neben Porträts lachender Kinder. Die Ausstellung gewährt uns unprätentiöse Beobachtungen des Alltags der Flüchtlinge, und ihre Versuche, das Erlebte zu verarbeiten, das Bangen über ihre Zukunft und die Angst, wieder zurück in die „alte“ Heimat geschickt zur werden. Die Gruppenausstellung #refugeeCameras findet nur an diesem Wochenende, dem 11. und 12. Juni in den Berliner Spreewerkstätten statt. Flankiert werden die Amateurfotos von den Bildern von Sinawi Medine. Der eritreische Fotograf kam selbst über die Mittelmeerroute nach Europa und dokumentierte die Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisation SOS MEDITERRANEE, die bisher weit über tausend Menschen bei ihren Rettungseinsätzen aus dem Meer holen konnte. Mehr Infos zur Ausstellung findet ihr auf der Facebook-Seite! Hingehen, Limo trinken und Geld spenden! Und alle, die nicht in Berlin sein können, haben hier die Möglichkeit, sich die auf Bildern festgehaltenen Erlebnisse der Flüchtlinge online anzusehen. Uns geht`s so verdammt gut!

Hilfe von SOSMediterranee